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Geschichte (aus dem Buch zum 100 jährigen Bestehen des BSC im Jahre 1995)
Die Anfänge der Robben lassen sich bis in das Jahr 1919 zurückverfolgen. Damals erschien in den "Clubnachrichten des Berliner Sport Club" ein Aufruf an alle "Klubkameraden" (es waren tatsächlich erst einmal nur Männer gemeint), den Übungsabend jeden Mittwoch von 5-7 in der Badeanstalt in der Krummestraße wahrzunehmen.
Zur eigentlichen Gründung einer Schwimmabteilung kam es aber erst 1924, also fünf Jahre später. Die Wasserfreunde unter den BSCern können also auf eine recht lange Tradition zurückblicken.
Vieles hat sich seit damals verändert. Die Zahl der Mitglieder zum Beispiel: im Gründungsjahr waren es 43, zwischenzeitlich waren es etwa 180 und derzeit pendelt die Zahl um die 120. Frauen und Männer bzw. Mädchen und Jungen trainieren heute selbstverständlich in denselben Gruppen, damals lief das alles getrennt voneinander ab. Von den Veränderungen der Schwimmstile und der Bedeutung des Schwimmsports überhaupt hier ganz zu schweigen.
Es gibt aber auch etwas , was sich überhaupt nicht verändert hat. So banal das klingen mag: zum Schwimmen braucht man Wasser! Die Klage oder auch nur die Feststellung "wir haben nicht genug Wasser" hört man im Schwimmsport – gerade in Berlin – nicht selten. Gemeint sind fehlende Trainingszeiten in den Schwimmhallen bzw. im Sommer auch in den Freibädern.
Schwimmerinnen und Schwimmer sind halt etwas eigen oder sind so geworden. Mit einer Runde in Berlins öffentlichen Gewässern ist es heute nicht mehr getan. Wer heute im Verein das Schwimmer erlernen will oder auch noch höhere sportliche Ziele anstrebt, der braucht ein genormtes Becken (25 oder 50m lang), welches mit wohltemperiertem, chlor- oder ozonversetztem Wasser gefüllt ist.
Die Robben haben diese Möglichkeit an vier Tagen in der Woche für einige Stunden im Stadtbad Wilmersdorf II neben dem Eisstadion. Seit etwa 15 Jahren sind sie dort beheimatet. Was es allerdings heißt, "kein Wasser zu haben", erfuhren sie, als diese Halle einmal nach einem Brand für mehrere Monate schließen mußte und der "Trainingsbetrieb " in anderen Schwimmhallen mit Mühe am Leben erhalten wurde.
Aber auch ohne solche sportexistenzgefährdenden Katastrophen haben die Robben, zumindest die Leistungsschwimmer unter ihnen, auch die Möglichkeit zu bestimmten Zeiten in Zehlendorf in der alten Schwimmhalle in der Clayallee zu trainieren.
Möglich ist das durch die Existenz einer Startgemeinschaft mit dem "VFL Zehlendorf". Beioffiziellen Wettkämpfen starten die Robben deshalb auch unter "SG BSC Robben/VFL Zehlendorf". Ein Name, der seit Jahren, wenn auch nicht unbedingt Angst und Schrecken unter der Konkurrenz verbreitet, so doch immerhin Respekt einflößt. Dieser Respekt kommt nicht zuletzt vom inzwischen überreifen Alter der Wettkampfmannschaft, deren Durchschnittsalter inzwischen immerhin fast 30 Jahre Beträgt. Wer sich im Schwimmsport auskennt, weiß, daß das ein Alter ist, wo sich Spitzenschwimmer in der Regel seit Jahren bereits verabschiedet haben. Insgeheimer Wunsch dieser Seniorentruppe, bei den "Deutschen Mannschaftsmeisterschaften" bald wieder in die 2. Bundesliga aufzusteigen, aus der sie vor drei Jahren unglücklich abgestiegen war.
Auch wenn das in absehbarer Zeit nicht klappen sollte – sportlich gesehen gibt es seit kurzem auch wieder eine Zukunft im Nachwuchsbereich. Für sportliche Erfolge zeichnen inzwischen nicht mehr nur die Senioren verantwortlich. Dafür ist vor allem Cheftrainerin Barbara verantwortlich, die beide Gruppen fest im Griff hat.
Neben den Leistungsgruppen gibt es natürlich auch den Breitensportbereich, wo es weniger auf die Leistung als auf das Erlernen der vier Schwimmstile und den Spaß ankommt. Zwischen Leistungs- und Breitensport angesiedelt, existiert auch seit ein paar Jahren eine Gruppe, die speziell nach den Bedürfnissen von Triathleten ausgerichtet ist.
Was die Zukunft der Robben anbetrifft, läßt sich nur schwer eine Vorhersage treffen. Es ziehen zumindest dunkle Wolken am Schwimmhimmel auf, die das oben erwähnte Problem des "kein Wasser habens" mittel- und langfristig ernsthaft verschärfen könnten. Gemeint sind die Pläne zur Privatisierung der öffentlichen Schwimmbäder. Darüber nachzudenken, was das bedeuten könnte, läßt im Schwimmsport keine rechte Freude aufkommen.
Nachtrag:
Die Problem mit den Wasserzeiten haben sich nicht wesentlich verbessert, da die Nachwuchsarbeit Früchte trägt und immer mehr Kinder bei den Robben trainieren möchten. Durch die engagierte Arbeit der Trainer ist es gelungen den Abwärtstrend bei den Mitgliederzahlen zu stoppen und derzeit haben die Robben etwa 120 Mitglieder.
Was das Alter der Wettkampfmannschaft betrifft, so liegt dies nun im Schnitt über 30 Jahre, da die Gruppe fast geschlossen immer noch an Wettkämpfen teilnimmt und einige ehemalige Spitzenschwimmer den Weg zu den Robben gefunden haben.
Die Startgemeinschaft mit dem "VfL Zehlendorf" wurde inzwischen aufgelöst, aber auch als einzelner Verein haben die Robben ihren guten Namen ein der Wettkampfszene verteidigt.
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